Libido bei Männern – 7 häufige Laborwerte, die übersehen werden
- Andreas Dohrmann

- 1. Dez. 2025
- 7 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 16. Dez. 2025

⭐ Einleitung
Wenn Männer eine sinkende Libido spüren, fühlen sie sich oft verunsichert – manchmal sogar beschämt. Viele suchen die Ursache ausschließlich im Testosteron, doch in der Praxis zeigt sich:
👉 Libido ist ein Zusammenspiel aus Stoffwechsel, Hormonen, Energie, Schlaf und Stress.👉 Und genau dabei werden viele relevante Laborwerte übersehen.
Libido ist keine rein „sexuelle“ Funktion. Sie hängt tief mit Vitalität, Antriebskraft, Stimmung und innerer Stabilität zusammen.
2026 wissen wir: Viele Männer haben normale Testosteronwerte, aber trotzdem eine reduzierte Libido – weil andere Signalwege gestört sind.
Dieser Artikel erklärt verständlich, wissenschaftlich fundiert und Health-Claims-konform:
welche 7 Laborwerte typischerweise übersehen werden
wie sie mit Libido, Energie und Stimmung zusammenhängen
und warum die Lösung oft ganzheitlicher ist als gedacht
⭐ 1. Warum Libido nicht nur Testosteron ist – der unterschätzte Zusammenhang
Testosteron ist wichtig – aber Libido entsteht nicht aus einem einzigen Hormon. Sie beruht auf dem Zusammenspiel mehrerer Achsen:
Testosteronachse (HPG)
Stressachse (HPA)
Schilddrüsenachse
Stoffwechsel
Herz-Kreislauf
Schlaf
Stimmung und Motivation
Nervensystem
Wenn nur eine dieser Achsen aus dem Gleichgewicht gerät, verändert sich die Libido messbar.
Viele Männer berichten in der Praxis:
weniger sexuelles Interesse
weniger Motivation
weniger spontane Gedanken an Sexualität
schwankende Energie
emotionaler Rückzug
schlechterer Schlaf
Diese Symptome sind oft biochemische Signale, keine Persönlichkeitsveränderung.
⭐ 2. Die 7 häufigsten Laborwerte, die übersehen werden
Viele Männer erhalten nur eine Standard-Testosteronmessung, aber entscheidende Marker fehlen. Hier kommen die Werte, die man immer mit betrachten sollte:
🔸 Wert 1: Freies Testosteron (nicht Gesamt-T)
Viele Männer haben ein „normales“ Gesamt-Testosteron, aber:
niedriges freies T
hohes SHBG
funktionelle Symptome
Das freie Testosteron zeigt, wie viel Hormon wirklich aktiv zur Verfügung steht.
Warum übersehen? Weil Labore oft nur Gesamt-T messen. Freies T zeigt jedoch die tatsächliche Wirksamkeit.
🔸 Wert 2: SHBG (Sex Hormone Binding Globulin)
SHBG ist einer der wichtigsten, aber am häufigsten übersehenen Libido-Werte.
Wenn SHBG:
zu hoch ist → bindet Testosteron → weniger freies T
zu niedrig ist → häufig Stoffwechsel-/Leberthema
Hohe SHBG-Werte kommen z. B. vor bei:
Stress
Schlafmangel
Unterernährung
Leberbelastung
Schilddrüsenüberfunktion
SHBG entscheidet „hinter den Kulissen“ über das Verhältnis zwischen aktivem und gebundenem Testosteron.
🔸 Wert 3: DHEA-S – das unterschätzte Energiereservoir
DHEA ist ein Vorläuferhormon der Nebennieren und spielt eine Rolle bei:
Energie
Stimmung
Stressresilienz
Regeneration
Vitalität
Libido
Wenn DHEA-S niedrig ist, fühlen sich Männer oft:
erschöpft
reizbarer
weniger interessiert
weniger vital
DHEA-S ist ein Marker für den Stressenergie-Status des Körpers.
🔸 Wert 4: TSH, fT3, fT4 – Schilddrüse als Energietaktgeber
Eine unterschwellige Schilddrüsen-Dysbalance kann sich zeigen durch:
weniger Antrieb
weniger sexuelles Interesse
Müdigkeit
trägen Stoffwechsel
Stimmungsschwankungen
Viele Männer mit Libidoverlust haben unauffällige TSH-Werte, aber ein Ungleichgewicht zwischen fT3 und fT4.
Die Schilddrüse beeinflusst:
Stoffwechseltempo
Energie
Stimmung
Wärme/Antrieb
Motivation
Und damit indirekt die Libido.
🔸 Wert 5: Entzündungsmarker (CRP / hsCRP)
Chronische niedriggradige Entzündung („silent inflammation“) kann:
Müdigkeit fördern
Stimmung beeinträchtigen
Energie senken
hormonelle Signalwege dämpfen
Viele Männer berichten: „Ich fühle mich nicht krank – aber auch nicht richtig fit.“
Dafür sind Entzündungsmarker extrem wichtig.
🔸 Wert 6: Nüchterninsulin / HOMA-Index
Der Stoffwechsel beeinflusst die Libido stärker als viele denken.
Insulinresistenz kann:
Müdigkeit erhöhen
Stimmung verschieben
Testosteronwirkung verändern
Stress verstärken
Männer mit gestörter Insulinsensitivität berichten häufig:
weniger sexuelle Energie
weniger Spontanität
weniger körperliche Kraft
🔸 Wert 7: Vitamin D / Magnesium / Omega-3
Mikronährstoffe sind kein Ersatz für Hormone –aber sie unterstützen physiologische Prozesse:
Hormonregulation
Schlaf
Stressverarbeitung
Entzündung
Stoffwechselenergie
Ein Defizit zeigt sich häufig als:
niedrigere Stimmung
geringere Antriebskraft
weniger Energie im Alltag
Diese Werte werden oft nicht mit Libido in Verbindung gebracht – haben aber eine große Bedeutung.
⭐ 3. Warum Libido ein „Energiespiegel des Körpers“ ist
Libido ist nicht nur hormonell, sondern ein Zusammenspiel aus:
Energie
Stimmung
Vitalität
Nervensystem
Schlaf
innerer Stabilität
Männer spüren Libidoverlust oft zuerst – lange bevor Laborwerte auffällig werden.
Das liegt daran, dass Libido sehr sensibel auf:
Stress
Schlafmangel
Stoffwechselinstabilität
emotionale Belastung
Erschöpfung
reagiert.
Libido ist oft der „erste Indikator“, dass etwas im System nicht rund läuft.
⭐ 4. Die vier Libido-Typen bei Männern – und welche Werte sie beeinflussen
Libidoverlust ist kein einheitliches Muster. In der Praxis zeigen sich typischerweise vier Libido-Typen, die jeweils eine eigene hormonelle Handschrift besitzen.
🔹 Typ 1: Der „Energie-Niedrig“-Typ
Merkmale:
wenig Antrieb
Müdigkeit am Morgen
schwache Motivation
keine sexuelle Initiative
weniger Muskelspannung
Typische Laborauffälligkeiten:
niedriges freies Testosteron
niedriges DHEA-S
leicht erhöhte Entzündung
Hier ist Libidoverlust ein Energiethema – kein klassisches Sexualthema.
🔹 Typ 2: Der „Stress-Überreizte“
Merkmale:
Kopf ständig „an“
Abend-Cortisol erhöht
Einschlafprobleme
innere Unruhe
Libido fällt besonders am Abend
Typische Laborauffälligkeiten:
Cortisol-abendwert erhöht
niedriger DHEA-S
SHBG erhöht
LH-Signal instabil
Hier ist Libidoverlust ein Stress- und Nervensystemthema.
🔹 Typ 3: Der „Stoffwechsel-Typ“
Merkmale:
Gewichtszunahme
Bauchfett
Heißhunger
Müdigkeit nach dem Essen
Libido schwankt tagesformabhängig
Typische Laborauffälligkeiten:
erhöhtes Nüchterninsulin
HOMA-Index auffällig
SHBG niedrig
freies T instabil
Hier ist Libidoverlust ein Stoffwechselthema.
🔹 Typ 4: Der „Schilddrüsen-Typ“
Merkmale:
frieren oft
wenig Motivation
Stimmung niedriger
langsamer Start in den Tag
Libido gleich null
Typische Laborauffälligkeiten:
niedrig-normal fT3
TSH im oberen Normbereich
Leberwerte leicht erhöht
Hier ist Libidoverlust ein Energie- und Temperaturthema.
⭐ 5. Selbsttests – wie du die Libido-Ursache eingrenzen kannst
(Health-Claims-konform, keine Diagnosen)
🔸 Selbsttest A: Der 5-Punkte-Libido-Schnellcheck
Beantworte jede Frage mit Ja/Nein:
Hast du weniger sexuelle Gedanken als früher?
Fühlst du dich weniger vital oder kräftig?
Hast du morgens weniger Spannung/Energie?
Bist du abends eher müde statt entspannt?
Fällt dir Initiative oder Nähe schwerer?
≥ 3× Ja → Libido wird durch Energie/Stoffwechsel/Stress beeinflusst.
🔸 Selbsttest B: Wann sinkt deine Libido?
Wähle die passende Antwort:
A) morgens → Schlafqualität / Stress
B) abends → Cortisol / Nervensystem
C) nach dem Essen → Insulin / Stoffwechsel
D) konstant → DHEA / Schilddrüse
🔸 Selbsttest C: Libido & Schlaf
Fühlst du dich morgens erholt?
Schläfst du durch?
Hast du Tiefschlafdefizite (Wearable)?
Wachst du oft zwischen 2–4 Uhr auf?
Fühlst du dich abends „unter Strom“?
Je mehr „Ja“, desto stärker beeinflusst Schlaf deine Libido.
⭐ 6. Diagnostik – welche Kombinationen wirklich aussagekräftig sind
Ein einzelner Wert erklärt Libido selten. Viel wichtiger ist das Zusammenspiel.
Hier sind die sieben besten Kombinationsmuster:
🔹 Kombination 1: Niedriges freies T + hohes SHBG
→ Libido häufig gedämpft trotz normalem Gesamt-T.
🔹 Kombination 2: DHEA-S niedrig + Cortisol abends hoch
→ Stressbedingter Libidoverlust.
🔹 Kombination 3: fT3 niedrig-normal + Müdigkeit + Kältegefühl
→ Schilddrüsenbeteiligung.
🔹 Kombination 4: HOMA erhöht + Bauchfett + Müdigkeit nach dem Essen
→ Stoffwechsel-Libido-Muster.
🔹 Kombination 5: CRP erhöht + Stimmung niedriger
→ Entzündungsbedingte Libidoveränderungen.
🔹 Kombination 6: LH niedrig-normal + Stressmuster
→ Stress dämpft die Steuerachse.
🔹 Kombination 7: Vitamin D niedrig + Schlafprobleme
→ Nervensystem & Schlaf gekoppelt.
⭐ 7. Nervensystem & Libido – der tiefste Zusammenhang
Libido entsteht nicht aus Testosteron, sondern aus einem ruhigen Nervensystem.
Ein aktiviertes Stresssystem (Sympathikus) sorgt evolutionär dafür, dass Sexualität unterdrückt wird – der Körper priorisiert überleben, nicht Fortpflanzung.
Daher:
Stress
Überforderung
Schlafmangel
Überreizung
digitale Belastung
senken Libido deutlich stärker als viele Männer denken.
Erst wenn der Parasympathikus (Ruhemodus) aktiviert ist, entstehen:
sexuelle Energie
Interesse
Nähe
Antrieb
Wohlbefinden
Libido ist daher ein Nervensystem-Indikator.
⭐ 8. Stoffwechsel & Libido – warum Energie entscheidet
Stoffwechselenergie (ATP) beeinflusst:
Stimmung
Kraft
Stressresilienz
Tagesfrische
Regeneration
Wenn Energie „unten“ ist, ist Libido fast immer gedämpft.
Die klassischen Hintergründe:
Insulininstabilität
wenig Tiefschlaf
schlechte Leberregulation
Mikronährstoffmangel
niedriges DHEA-S
hoher Stresspegel
Libido ist ein Luxussignal – der Körper zeigt sie nur, wenn Energie verfügbar ist.
⭐ 9. Der 4-Wochen-Libido-Regenerationsplan
(Health-Claims-konform)
🔸 Woche 1 – Energie stabilisieren
3 feste Mahlzeiten
10 Minuten Spaziergang nach dem Essen
frühere Zubettgehzeit
morgendliches Tageslicht
🔸 Woche 2 – Nervensystem beruhigen
6 Minuten Atmung täglich
weniger Bildschirmzeit am Abend
2 stressfreie Abendrituale
🔸 Woche 3 – Stoffwechsel entlasten
weniger Zucker
kein Alkohol unter der Woche
Bitterstoffe vor dem Essen
1–2 Krafttrainings pro Woche
🔸 Woche 4 – hormonelle Balance unterstützen
Proteinzufuhr optimieren
mehr grüne Gemüse
in Natur aufhalten
Schlafarchitektur verbessern
⭐ 10. Rolle der Naturheilpraxis SunDáo
In der Naturheilpraxis SunDáo liegt der Fokus darauf, die wahren Ursachen des Libidoverlustes zu finden:
funktionelle Hormonanalytik
DHEA-S / SHBG / LH-Profil
Schilddrüsenprofil
Insulin & HOMA
Entzündungsmarker
Stressachse (Cortisolprofile)
Mikronährstoffversorgung
Schlafanalyse
Nervensystemregulation
Ziel ist ein klarer, kraftvoller Energie- und Hormonhaushalt, der sich auch in der Libido widerspiegelt.
🟩 FAQ
1. Welche Laborwerte können bei Libidoverlust übersehen werden?
Viele Männer erhalten nur eine Gesamt-Testosteronmessung. Für ein vollständiges Bild gehören jedoch auch freies Testosteron, SHBG, DHEA-S, Schilddrüsenwerte, Stoffwechselmarker und Entzündungswerte dazu. Sie zeigen, wie gut Energie, Vitalität und hormonelle Signalwege reguliert sind.
2. Warum ist freies Testosteron für die Libido wichtig?
Freies Testosteron ist der biologisch aktive Anteil des Hormons. Er beeinflusst unter anderem Energie, Motivation und Vitalität. Selbst wenn der Gesamtwert normal ist, kann ein niedriger freier Anteil eine verringerte Libido begünstigen.
3. Welche Rolle spielt DHEA-S bei Männern?
DHEA-S steht mit Stressverarbeitung, Regeneration und allgemeiner Vitalität in Verbindung. Niedrige Werte können die innere Belastbarkeit und das Wohlbefinden beeinträchtigen – und damit auch die sexuelle Energie.
4. Kann der Stoffwechsel die Libido beeinflussen?
Ja. Stoffwechselprozesse beeinflussen Energie, Stimmung und Belastbarkeit. Wenn Insulininstabilität oder ein erhöhter HOMA-Index vorliegen, kann sich das auf den allgemeinen Antrieb und somit auch auf die Libido auswirken.
5. Welche natürlichen Faktoren unterstützen die männliche Libido?
Verschiedene Alltagsfaktoren können die physiologische Balance unterstützen, darunter:
regelmäßige Bewegung
ausreichender Schlaf
Stressreduktion
ein stabiler Tagesrhythmus
eine ausgewogene Ernährung
Diese Elemente tragen zu mehr Ausgeglichenheit und einem stabileren Energiehaushalt bei.
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