Die „Andropause“ – Hormonabfall bei Männer ab 35
- Andreas Dohrmann

- 1. Dez. 2025
- 7 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 16. Dez. 2025

⭐ Einleitung
Bei Frauen ist es längst bekannt: Der Körper verändert seine hormonelle Regulation mit zunehmendem Alter. Doch bei Männern? Hier herrscht oft Unklarheit – oder Verdrängung.
Viele Männer zwischen 30 und 45 bemerken:
weniger Energie
weniger Motivation
langsameren Muskelaufbau
mehr Bauchfett
schwankendere Libido
schlechteren Schlaf
Reizbarkeit oder innere Unruhe
…und schieben es auf Stress, Workload oder „das Alter“.
Doch die Wahrheit ist:
👉 Auch Männer erleben hormonelle Veränderungen – nur viel schleichender.
👉 Und diese beginnen oft früher, als viele denken: bereits ab 35.
Die sogenannte „Andropause“ beschreibt keinen abrupten Einbruch (wie bei Frauen), sondern eine jahrelange, langsam verlaufende Veränderung der hormonellen Achsen.
2026 wissen wir aus der Forschung:
➡️ Männer verlieren pro Jahr ca. 1–2 % Testosteron.➡️ Freies Testosteron sinkt oft doppelt so schnell durch steigendes SHBG.➡️ Stress, Schlaf und Stoffwechsel beschleunigen diesen Prozess massiv.➡️ Die Andropause ist kein Mythos – sondern ein physiologischer Entwicklungsabschnitt.
Dieser Artikel holt Männer ab – wissenschaftlich, verständlich, tiefgründig – und zeigt den wahren Mechanismus hinter dem „Hormonabfall ab 35“.
⭐ 1. Was Andropause wirklich bedeutet – die Definition 2026
Andropause ist kein medizinischer Notfall, sondern eine langsame Verschiebung der hormonellen Regulation.
Die Kernelemente:
Testosteron sinkt
SHBG steigt
DHEA-S sinkt
LH reagiert schwächer auf Stress
Cortisol steigt leichter
Insulinsensitivität sinkt
Leber arbeitet anders (Stoffwechselumschwung)
Schlaf reagiert sensibler
Viele Männer bemerken: Sie funktionieren zwar – aber sie fühlen sich nicht mehr wie früher.
⭐ 2. Warum der Hormonabfall bei Männern anders verläuft als bei Frauen
Während Frauen „Wechseljahre“ in wenigen Jahren durchlaufen, ist der Prozess bei Männern:
leiser
langsamer
weniger dramatisch
stark lebensstilorientiert
sehr individuell
Frauen verlieren Östrogen abrupt. Männer verlieren Testosteron kontinuierlich und oft unbemerkt.
Und: Der größte Unterschied ist SHBG.
Frauen → Östrogen sinkt Männer → Testosteron bleibt oft „normal“, aber freies Testosteron sinkt dramatisch.
Der Mann denkt: „Mein Laborwert ist normal. “In Wahrheit ist sein wirksames Testosteron deutlich reduziert.
⭐ 3. Warum der Hormonabfall bereits ab 35 messbar wird
Es gibt drei Hauptmechanismen.
🔹 Mechanismus 1: SHBG steigt
SHBG bindet Testosteron und reduziert den freien Anteil.
Ursachen:
Stress
Schlafmangel
Alkohol
Leberlast
Entzündungen
Kalorienrestriktionen
Alterungsprozesse
➡️ Ab 35 steigt SHBG bei vielen Männern jedes Jahr.
🔹 Mechanismus 2: Stress dämpft die LH-Achse
Das Gehirn sendet weniger starke Signale an die Hoden.
Der Mann fühlt:
weniger Antrieb
weniger Energie
weniger Leistungsfähigkeit
mehr Gereiztheit
🔹 Mechanismus 3: Mitochondrien altern
Mitochondrien sind für die Energieproduktion der Leydig-Zellen verantwortlich.
Ab 30 nimmt die mitochondrial bedingte Testosteronproduktion klar ab.
⭐ 4. Symptome der Andropause – subtil, aber deutlich
Viele Männer erkennen sich in diesen Mustern wieder:
🔸 Energie & Motivation
weniger Antrieb
„ich bin nicht mehr so belastbar“
weniger Klarheit
🔸 Körperliche Leistungsfähigkeit
Muskelaufbau schwieriger
Kraftverlust
längere Regeneration
🔸 Körperkomposition
Bauchfett↑
Taille nimmt zu
Muskeltonus↓
🔸 Libido & Sexualität
weniger Interesse
weniger spontane Gedanken
weniger Morgenenergie
🔸 Stimmung
weniger Stressresilienz
schneller reizbar
emotional „flacher“
🔸 Schlaf
leichterer Schlaf
häufiger wach
spätes Einschlafen
⭐ 5. Der Unterschied zwischen Testosteronmangel & Andropause
Viele Männer glauben: „Ich habe niedrige Werte = ich habe Mangel.“
Doch Andropause ist keine Krankheit und kein pathologischer Mangel.
Es ist ein hormonell veränderter Lebensabschnitt, dessen Verlauf jedoch stark beeinflusst wird durch:
Schlaf
Stress
Ernährung
Bewegung
Leberfunktion
Tagesrhythmus
Mikronährstoffe
Männer reagieren besonders gut auf Lebensstilinterventionen – Testosteron ist bei ihnen hochgradig regulierbar.
⭐ 6. Warum manche Männer stärker betroffen sind und andere fast gar nicht
Der Grund: Biochemische Variabilität.
Drei Systeme bestimmen, wie stark der Hormonabfall empfunden wird:
🔹 1. Stressachsen-Sensitivität (HPA-Achse)
Wer empfindlich auf Stress reagiert, erlebt:
schneller steigendes SHBG
schnelleren LH-Abfall
niedrigere Schlafqualität
🔹 2. Leber & Stoffwechsel
Die Leber entscheidet über:
SHBG-Produktion
Bauchfett / Aromatase
Entzündungsaktivität
🔹 3. Schlafarchitektur
Schlechter Schlaf → niedriger Morgenpeak
Guter Schlaf → stabiler Testosteronhaushalt
⭐ 7. Die vier Andropause-Typen – warum Männer unterschiedlich reagieren
Nicht jeder Mann erlebt den hormonellen Wandel auf dieselbe Weise. In der Praxis zeigen sich vier typische Andropause-Profile, die klaren Mustern folgen.
🔹 Typ 1 – Der Stress-Sensitiv-Typ (HPA-dominant)
Dieser Mann verliert Testosteron schneller, weil seine Stressachse überaktiv ist.
Merkmale:
hoher Abendcortisolwert
Einschlafprobleme
Gereiztheit, wenig Geduld
Libido schwankt stark
morgendliche Müdigkeit
Labor-Muster:
SHBG hoch
freies T niedrig-normal
DHEA-S niedrig
Cortisolabend erhöht
Dies ist der häufigste Andropause-Typ zwischen 35–50.
🔹 Typ 2 – Der Stoffwechsel-Typ (Insulin- & Leberdominanz)
Hier entsteht der Hormonabfall besonders über:
Bauchfett
Insulinresistenz
leberstoffwechselbedingte SHBG-Schwankungen
Merkmale:
hartnäckiger Männerbauch
Müdigkeit nach Mahlzeiten
abnehmende Libido
Stimmung instabil
Labor-Muster:
SHBG niedrig
HOMA-Index erhöht
Triglyceride erhöht
freies Testosteron instabil
🔹 Typ 3 – Der Schlaf-Typ (REM/Tiefschlaf zu gering)
Dieser Mann hat eigentlich gute Laborwerte – aber schlechte nächtliche Regeneration.
Merkmale:
Einschlafschwierigkeiten
wenig Tiefschlaf
waches Gehirn
morgendliches Energietief
Libido am Morgen niedrig
Labor-Muster:
freies T normal
LH normal
Cortisol morgens erhöht
HRV niedrig
🔹 Typ 4 – Der Energie-Typ (Mitochondrien & DHEA-S)
Merkmale:
chronische Erschöpfung
wenig Kraft
„innere Leere“
weniger Antrieb
kaum Fortschritt im Training
Labor-Muster:
DHEA-S niedrig
freie Androgenindex niedrig-normal
Vitamin D/Magnesium/Omega-3 niedrig
Leichte Entzündung
⭐ 8. Selbsttests – erkenne deinen Andropause-Status
(Health-Claims-konform – keine Diagnosen, nur Orientierung)
🔸 Selbsttest A: Der 7-Fragen-Andropause-Schnellcheck
Beantworte jede Frage mit Ja/Nein:
Fühlst du dich morgens selten erholt?
Brauchst du mehr Pausen als früher?
Ist dein Bauch sichtbarer geworden?
Hast du weniger Lust auf Sexualität?
Reagierst du schneller gereizt?
Fällt dir Krafttraining schwerer?
Ist deine Frustrationstoleranz niedriger geworden?
≥ 4× Ja → deutliche hormonelle Veränderung im Rahmen der Andropause.
🔸 Selbsttest B: Wo zeigt sich der Hormonabfall zuerst?
Wähle die Aussage, die am häufigsten zutrifft:
A) Energie & Antrieb → Schlaf/Stress
B) Bauchfett & Gewicht → Stoffwechsel
C) Stimmung & Reizbarkeit → Cortisol
D) Libido & Nähe → freies T / SHBG
E) Kraftverlust → Mitochondrien
🔸 Selbsttest C: Der 24h-Rhythmus-Test
Beantworte:
Energiespitze vormittags?
mentaler Einbruch 14–16 Uhr?
zweiter Wind am Abend?
Einschlafprobleme?
Dieses Muster zeigt, ob Cortisol und Tagesrhythmus den Hormonhaushalt verschieben.
⭐ 9. Diagnostik – welche Laborwerte Andropause wirklich sichtbar machen
Eine echte Andropause-Diagnostik geht weit über Testosteron hinaus.
🔹 1. Hormonprofil (funktionell)
Gesamt-Testosteron
Freies Testosteron ← besonders wichtig
SHBG
LH
FSH
DHEA-S
Dieses Profil zeigt:→ Produktion?→ Steuerung?→ Bindung?→ Stresshintergrund?
🔹 2. Metabolische Marker
Nüchterninsulin
HOMA-Index
Triglyceride
HDL
Leberwerte
Der Stoffwechsel entscheidet über Testosteronwirkung und SHBG-Konzentration.
🔹 3. Stress- & Schlafmarker
Cortisol Tagesprofil
HRV
Schlaftracker-daten
Puls nachts
Diese Werte erklären Symptome, die rein hormonell nicht sichtbar werden.
🔹 4. Entzündung & Energie
CRP / hsCRP
Vitamin D
Magnesium
Omega-3 Index
Energie & Entzündung wirken massiv auf den Hormonstatus.
⭐ 10. Die Andropause ist kein Problem – solange du sie verstehst
Der größte Mythos ist: „Hormonabfall = Altern = Pech gehabt.“
In Wahrheit ist die Andropause ein Steuerungsproblem, kein „Defekt“.
Drei Systeme bestimmen den Verlauf:
🔹 1. Schlaf
Guter Schlaf = stabile LH-Impulse = bessere Testosteronantwort.
🔹 2. Stressachse
Weniger Druck = weniger SHBG = mehr freies T.
🔹 3. Stoffwechsel & Leber
Gute Insulinsensitivität = weniger Bauchfett = bessere Aromatase-Balance.
Viele Männer können durch Veränderungen dieser drei Systeme ihre Werte spürbar verbessern, ohne dass sie medizinische Interventionen benötigen.
⭐ 11. Der 4-Wochen-Hormonausgleichsplan
(Health-Claims-konform)
Dieser Plan unterstützt die physiologische Balance der hormonellen Steuerungssysteme.
🔸 Woche 1 – Schlafrhythmus stabilisieren
feste Zubettgehzeit
Blaulichtreduktion
leichter Abendspaziergang
Abendessen früher
🔸 Woche 2 – Stresssystem beruhigen
6 Minuten Atmung täglich
Naturkontakt
Arbeitsblöcke unterbrechen
mentale Überreizung reduzieren
🔸 Woche 3 – Stoffwechsel aktivieren
mehr Protein
10-Minuten-Gehen nach Mahlzeiten
weniger Zucker
Krafttraining 2× pro Woche
🔸 Woche 4 – SHBG & Leber entlasten
Bitterstoffe
kein Alkohol
Leberfreundliche Ernährung
Mikronährstoffe optimieren
⭐ 12. Rolle der Naturheilpraxis SunDáo
In der Naturheilpraxis SunDáo betrachten wir die Andropause nicht als Defizit, sondern als Anpassungsphase, die hervorragend regulierbar ist.
Wir kombinieren:
funktionelle Labordiagnostik
Hormonachsenanalyse (HPG / HPA / Insulin / Schilddrüse)
Schlaf- & Stressprofil
Nervensystemregulation
Stoffwechseloptimierung
Atem- und Rhythmusarbeit
Ernährungsstrukturierung
Männerhormonkohärenz
Das Ziel: Ein klarer, stabiler, kraftvoller Hormonfluss – auch jenseits der 35.
🟩 FAQ
1. Was versteht man unter der Andropause beim Mann?
Die Andropause beschreibt eine langsam verlaufende hormonelle Veränderung, die viele Männer ab Mitte 30 bemerken. Dabei verändern sich unter anderem Testosteron, SHBG, DHEA-S und verschiedene Regulationsprozesse des Körpers. Diese Veränderungen sind kein „Mangel“, sondern ein natürlicher Anpassungsprozess, der jedoch deutlich spürbar sein kann.
2. Warum beginnt der Hormonabfall bei Männern bereits ab 35?
Ab etwa 35 reagiert die hormonelle Steuerung sensibler auf Stress, Schlaf und Stoffwechsel. SHBG steigt, die Testosteronregulation wird variabler und die Stressachsen wirken stärker auf die Hormonbalance. Viele Männer bemerken dies durch weniger Energie, mehr Bauchfett oder eine langsamere Regeneration.
3. Welche Symptome können mit hormonellen Veränderungen zusammenhängen?
Typische Hinweise sind:
sinkende Energie
weniger Antrieb
leichterer Schlaf
veränderte Stimmung
Bauchfettzunahme
längere Regeneration
veränderte Libido
Diese Muster bedeuten nicht automatisch Erkrankung, können aber auf hormonelle Anpassungsprozesse hinweisen.
4. Welche Laborwerte können den hormonellen Wandel beim Mann sichtbar machen?
Wichtige Marker für ein vollständiges Bild sind:
freies Testosteron
SHBG
LH/FSH
DHEA-S
Insulin & HOMA
Triglyceride / HDL
Cortisolprofile
Schlaf- und HRV-Daten
Sie zeigen, wie sich die verschiedenen Achsen im Körper regulieren.
5. Welche natürlichen Faktoren können die hormonelle Balance unterstützen?
Zu den wichtigsten Einflüssen gehören:
ein stabiler Schlafrhythmus
Stressmanagement
regelmäßige Bewegung
ein geordneter Tagesrhythmus
eine ausgewogene Ernährung
genügend Regeneration
Diese Faktoren unterstützen den Körper dabei, seine hormonellen Signale besser auszubalancieren.
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